Historie

Seit über 100 Jahren im Dienst der Pflanze

Das genaue Gründungsdatum unseres Betriebes wissen wir leider noch nicht genau. Es ist lediglich überliefert, dass Ulrich Bisle bereits 1907 Mitglied der Gartenbaugruppe Giesing-Perlach war.

 

 



 

Die Gärtnerei in Perlach wurde am 11.08.1942 im Zuge eines Flurbereinigungsverfahrens (Autobahnbau A8 und Planung der Südstadt) verkauft.



Hintergrund zur Zwangsumsiedlung:

 

In Ramersdorf wurde 1934 die sogenannte »Mustersiedlung« erbaut, im selben Jahr begann hier der Autobahnbau München-Salzburg. Noch wesentlich mehr Veränderungen hätte jedoch die Verwirklichung der exzessiven Neuplanungen für die »Hauptstadt der Bewegung« bedeutet: Zwischen Ostbahnhof und Unterbiberg sollte aufgrund der akuten Wohnungsnot mit der »neuen Südstadt« eine Trabantenstadt mit 20 000 Wohnungen entstehen, das Gebiet des heutigen Neuperlach war als Standort für ein riesiges Industrieareal ausersehen. Verwirklicht wurden diese Vorhaben im Krieg nicht; die Stadt erwarb jedoch im Hinblick auf die Pläne 1942 größere Flächen Ackerland aus dem Nachlass des jüdischen Grundbesitzers Hermann Schülein. Das Geld bekamen die vier Erben nie zu sehen – sie wurden wenig später deportiert. Der von der Stadt auf ein Sperrkonto eingezahlte Kaufpreis fiel an das Reich

 

Das Grundstück für die Gärtnerei in Harlaching wurde am 01.08.1940 gekauft und anschließend mit Ausnahmegenehmigungen des Bauverbotes mit einem Wohnhaus mit Nebengebäuden und einem Gewächshaus bebaut.



Luftbildaufnahmen von 1925 - 2003

Die folgenden Luftbildaufnahmen stammen aus dem Luftbildarchiv der Stadt München, Kommunalreferat - Vermessungsamt und unterliegen dem Copyright. Sie können aber jederzeit dort Luftbilder bestellen.

 

Es beginnt mit dem Betrieb in Perlach 1925 und 1946. Bei dem zweiten Bild ist schon die A8 erkennbar. Die verbreiterte Stelle vor dem Autobahnbeginn wird jetzt in etwa von der Ständlerstraße überdeckt. Es sind gut die Bombentrichter zu sehen, auch auf dem Bild von Harlaching 1946. Die St.-Magnus-Straße ist teilweise ein Feldweg. Die Aggensteinstraße ist nur halb so lang und die Söllereckstraße existiert gar nicht.

 

1956 ist die Gärtnereifläche bereits auf die jetzige Fläche vergrößert, die Aggensteinstraße verlängert und es gibt die Söllereckstraße.

 

1972 ist neben dem Erdgewächshaus ein Gewächshausneubau zu erkennen und 3 heizbare, sogenannte Sattelkästen.

 

1991 sind die Sattelkästen schon auf fünf Stück erweitert und ein Gewächshausneubau von 1988 erkennbar.

 

2003 ist die jetzige Ausbaustufe zu sehen. Im vorderen Betriebsteil wurde im Herbst 2001 alles abgerissen und in Frühjahr 2002 ein Neubau errichtet.

 

Er umfasst den Verkauf, zwei Produktionsabteile und den Arbeitsraum mit Unterkellerung. Obwohl die heizbare Fläche jetzt größer ist, konnte durch den Einsatz modernster Technik und Klimacomputersteuerung der Energiebedarf reduziert werden.